Schub-Zug-Steuerkabel finden in der Praxis im Schienenverkehr Anwendung, insbesondere in kritischen Bereichen wie Zugbremssystemen. Dank ihrer flexiblen Übertragungseigenschaften und ihrer Unempfindlichkeit gegenüber Umwelteinflüssen dienen sie als wichtige Hilfskomponenten zur Gewährleistung der Fahrsicherheit.
Im Feststellbremssystem von Schienenfahrzeugen (wie U-Bahnen, Triebzügen und Regionalzügen) gehören Schubzugseile zu den zentralen Hilfsantriebskomponenten. Befindet sich der Zug in einem Zustand ohne Luftdruck (z. B. bei einer Störungsabschaltung oder im Wartungsparken), kann die Bremse nicht durch herkömmlichen Luftdruck gelöst werden. Die Bediener können dann den Feststellbremshebel am Fahrzeugaufbau betätigen, die Spannung über speziell angefertigte Schubzugseile übertragen, die interne Struktur des Feststellbremszylinders präzise betätigen und die Bremse manuell lösen, um ein reibungsloses Anfahren oder Warten des Fahrzeugs zu gewährleisten. Diese Seile bestehen üblicherweise aus einem hochfesten, stahlumflochtenen Außenmantel und einer verschleißfesten Innenauskleidung, die Vibrationen, Staub und Temperaturschwankungen im Zugbetrieb widersteht. Gleichzeitig ermöglichen sie die Montage in beengten Bereichen des Fahrzeugaufbaus, gewährleisten eine Kraftübertragung über große Entfernungen und auch bei nichtlinearen Lasten und verhindern Bremsausfälle durch Blockierungen im Getriebe.
Darüber hinaus werden Schubzugsteuerkabel auch in einigen Hilfsmechanismen bestimmter Schienenfahrzeuge eingesetzt, beispielsweise in Notentriegelungsvorrichtungen für Fahrzeugtüren und in der Winkelverstellung kleiner Lüftungsklappen. Ihre Hauptvorteile liegen in der kompakten Bauweise und der stabilen Übertragungsgenauigkeit. Sie ermöglichen einfache Schubzugsteuervorgänge ohne komplexe Antriebsmechanismen, gewährleisten ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit und kompensieren die Leistungsabhängigkeit elektrischer Antriebskomponenten in Notfallsituationen.